Druckwechseladsorption (PSA)

Bei der Druckwechseladsorption handelt es sich um ein Trocken-Anreicherungsverfahren zur Aufbereitung von Biogas zur Einspeisung ins Erdgas-Netz, das sich die unterschiedlichen Adsorptioneigenschaften von CH4 und CO2 bei erhöhtem Druck an einem Kohlenstoffmolekularsieb zunutze macht. 

 

CO2 bindet sich schneller und stärker an den Feststoff als Methan.

PSA-Anlagen bestehen in der Regel aus vier Adsorptionseinheiten. Während einer Periode mit hohem Druck wird eine Adsorptionseinheit von Biogas solange durchströmt bis genügend CO2 (auch eine kleine Menge CH4) adsorbiert ist und das Kohlenstoffmolekularsieb nahezu gesättigt ist.

Der Biogasstrom wird dann durch eine andere Adsorptionseinheit geleitet, um das gesättigte Kohlenstoff-Molekularsieb regenerieren zu können. Zur Regeneration wird der Druck reduziert und das freigesetzte CO2 abgesaugt.

Bei weiterer Druckreduktion (Druckwechsel) wird auch adsorbiertes CH4 wieder freigesetzt. Dieser Gasstrom wird zum Rohbiogas (unbehandeltes Biogas) rückgeführt. Für eine vollständige Regeneration wird mit einer Vakuumpumpe ein Unterdruck erzeugt.