Lohnunternehmen - Substratausbringung
Eine schonende und gezielte Substratausbringung ist angepasst an pflanzenbauliche Erfordernisse. Lohnunternehmen setzen verschiedene Verfahren ein um Substrate gezielt und umweltverträglich auszubringen. Die Art der Substratausbringung entscheidet über den Grad der Emissionsminderung.
Neben Biogas entsteht in Biogasanlagen Bakterienbiomasse und Organik als Gärrest. Bereits eine durchschnittliche 500 kW Biogasanlage produziert im Jahr über 10.000t flüssigen Gärrest. Biogasanlagen im dezentralen landwirtschaftlichen Bereich bringen ihre Gärreste in der Regel unbehandelt als Wirtschaftsdünger (organische Substanzen die im landwirtschaftlichen Betrieb anfallen, beispielsweise Gülle und Mist) wieder auf die Anbauflächen aus. Nährstoff- und Kohlenstoffkreisläufe werden dadurch nahezu geschlossen.
Der Ausbringungszeitraum der nährstoffreichen Gärreste muss dabei an die Witterung, die Sperrfristen und den Bedarf der landwirtschaftlichen Kulturen angepasst sein. Daher wird eine Zwischenlagerung der Gärreste in Gärrestlagern auf der Biogasanlage notwendig. Für diese sind eine Lagerkapazität von mindestens sechs Monaten sowie die Reduzierung der Emission von Klimagasen, insbesondere Methan vorgeschrieben.
Verfahren der Substratausbringung
In der Substratausbringung lassen sich zwei verschiedenen Verfahren in Abhängigkeit vom Trockensubstanzgehalt (TS) der Gärreste unterscheiden.
Flüssige Gärreste, mit einem TS-Gehalt von 1 - 6% werden mit moderner Selbstfahrtechnik oder von Traktoren gezogenen Fässern ausgebracht. Festen Gärreste, die z.B. mit Schneckenseparatoren oder Zentrifugen auf TS Werte von 20 - 30% entwässert sind, werden mit Großflächenstreuern ausgebracht.
Ausbringungszeiträume und Sperrfristen für Wirtschaftsdünger
Tabelle übernommen aus: Aktuelle Verfahren zur Aufbereitung und Verwertung von Gärresten: Auke Lootsma, Thomas Raussen
Sachsen
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