Biogasausbeute
In Abhängigkeit vom substratspezifischen organischen Trockensubstanzgehalt sowie von der mikrobiellen Abbaubarkeit der Organik ergibt sich eine bestimmte Biogasausbeute sowie eine typische Gas-Zusammensetzung und spezifische Indikatoren (s.u.) für jeden einzelnen Stoff.
| Gasausbeute theoretisch (l/kg oDM) | Gasausbeute praktisch (l/kg oDM) |
| |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Fett | 1400 | 1000 - 1250 | 68 - 71 | ||||||||
Eiweiß | 900 | 600 - 700 | |||||||||
Kohlenhydrate | 830 - 960 | 700 - 800 | 50 | ||||||||
Rechnerischer Anteil bei verschiedenen Substraten
Die Höhe des Methangehaltes ist in erster Linie abhängig von der Substratzusammensetzung. Nach Buswell und Boyle ergeben sich folgende theoretische Werte:
| CH4 | CO2 | NH3 | H2S | |
|---|---|---|---|---|
Kohlenhydrate (Glucose) | 50% | 50% | ||
Fette (Tripalmitin) | 71% | 29% | ||
Eiweiße | 38% | 38% | 18% | 6% |
Indikatoren
Die produzierte Gasmenge sowie Qualität und Zusammensetzung sind wichtige Indikatoren zur Steuerung der Biogasanlage. So sollte zum Beispiel bei einer starken Verminderung der Gasproduktion und / oder einer Abnahme der Qualität die weitere Steigerung der Substratmenge d.h. Fütterung heruntergefahren oder eingestellt werden, bis sich die erzeugte Gasmenge und Qualität wieder normalisiert hat.
Zur Ermittelung der Gründe für den Gasmengenrückgang und Qualität sollten flüchtige organische Säuren (FOS) im Fermenter analysiert werden.


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